Inspirations-Sterne

Mein Urgroßonkel Benedikt Schinle (1859-1927)

war Kunstmaler in Meran und hatte dort auch eine über die Region hinaus bekannte Malschule. Bevor er mit dieser Malschule begann, so wurde mir von meiner Tante berichtet, lernte er auf seinen zahlreichen Reisen durch ganz Europa verschiedene Maltechniken. In dieser Zeit waren vor allem die Techniken, wie sie in Holland und Flandern üblich waren, sehr „en vogue“. Er selber malte oft in diesem Stil. Speziell die Bilder, die man von ihm in Meran noch finden kann, sind fast alle im „flämischen Stil“ gehalten.

Meine Eltern schenkten mir ein von Urgroßonkel Benedikt in Öl gemaltes Bild. Es zeigt eine wunderschöne filigran gemalte aufgeblühte Rose, drei Rosenknospen und zwei Nelken in zartem Weiß. Noch viel feiner und kaum sichtbar sind die grünen Blätter auf ganz schwarzem Untergrund.

Mich faszinierte dieses zarte Bild so sehr, daß ich an einem November-Abend 2018 ganz spontan entschied, nun endlich mal nach Meran zu fahren und all seine Bilder in der ältesten Kirche der Stadt, „Chiesa Santo Spirito“, anzuschauen. Ich packte meine Tasche und fuhr am nächsten Morgen los.

Ich war tief beeindruckt und gerade zu ergriffen, als ich am Sonntag Morgen dort die Messe besuchte. Sie war in Italienisch gehalten und es sang ein italienischer Jugend-Chor. Die Energie und die Stimmung waren so besonders und berührend. Es war so, als würde sich mein Urgroßonkel sehr freuen über meinen Besuch… Ich konnte seine Passion für das Malen und seine tiefe Gläubigkeit geradezu fühlen! Dies strahlten seine Bilder einfach aus. Er lebte 100 Jahre vor mir, aber ich empfand es so, als würde er neben mir stehen – mit Worten nicht zu beschreiben. Ich fühlte, daß er mich ermutigte weiter zu malen…. daß ich weiter meine fröhlichen, hellen und bunten Blüten malen soll… Ich spürte zutiefst seine Freude an meinen Blüten mit dem „Aloha Flow“.

Kurz nach dieser Reise transferierte ich genau diese Rosen und diese Nelken von seinem Bild mit Foto-Potch Technik auf eine neue Leinwand mit einem sehr fröhlichen, femininen rosa Untergrund, den ich auf meine Art malte und gestaltete. Ich nannte dieses Bild „Benedictus sunt: Benedikt und Beate“. Ich sehe diese Kreation als Hommage an ihn. Ich bin sicher, ihn freut’s! Vielleicht zaubert mein neues rosa Bild auch ihm ein Lächeln ins Gesicht? Aloha Mahalo in den Himmel, Deine Leilani Euphrosyne.

„Fiori di Grazia“ heißt die Ausstellung, die für Mai 2020 in Meran geplant ist…. Dazu demnächst weitere Infos!